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Beim Angelus Beim Angelus   (@VATICAN MEDIA )

Papst Leo: ?Stoppt die Pandemie der Waffen!“

Papst Leo XIV. hat an diesem Sonntag nach seinem Angelusgebet in Rom eine ganze Reihe von Appellen an die Welt?ffentlichkeit lanciert. Sein erstes Augenmerk galt dem Krieg in der Ukraine.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt

?Liebe Brüder und Schwestern, leider bringt der Krieg in der Ukraine weiterhin Tod und Zerstörung“, so Leo von einem Fenster des Apostolischen Palastes aus. ?Auch in den letzten Tagen haben Bombenangriffe mehrere Städte, darunter die Hauptstadt Kyiv, getroffen und zahlreiche Opfer gefordert. Ich bekunde dem ukrainischen Volk und allen verletzten Familien erneut meine Verbundenheit.“

Dabei ließ es der Papst allerdings nicht bewenden. Stattdessen holte er zu seinem ausführlichsten Friedensappell für die Ukraine seit dem Beginn seines Pontifikats vom 8. Mai dieses Jahres aus.

  (ANSA)
Die Appelle des Papstes beim Angelus - Radio Vatikan

Sofortiger Waffenstillstand und ernsthafter Dialog

?Ich fordere alle auf, nicht gleichgültig zu bleiben, sondern mit Gebet und konkreten Gesten der Nächstenliebe nahe zu sein. Ich bekräftige nachdrücklich meinen dringenden Appell zu einem sofortigen Waffenstillstand und zu einem ernsthaften Dialog. Es ist Zeit für die Verantwortlichen, der Logik der Waffen abzuschwören und mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft den Weg der Verhandlungen und des Friedens zu beschreiten. Die Stimme der Waffen muss verstummen, während die Stimme der Geschwisterlichkeit und Gerechtigkeit erhoben werden muss!“

Auf die aktuelle Lage im Gazastreifen ging Papst Leo diesmal nicht ein. Zuletzt hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die Haltung des Vatikans in dieser Hinsicht verdeutlicht: Sofortiges Ende der Kampfhandlungen, Freilassung aller Geiseln und Verhandlungen.

  (ANSA)

Beileid zu Schulmassaker in den USA

Leo XIV. ging vom Italienischen in seine Muttersprache Englisch über, weil er etwas über das jüngste Massaker an einer katholischen Schule in seiner Heimat USA sagen wollte.

?Wir beten für die Opfer der tragischen Schießerei während einer Schulmesse im US-Bundesstaat Minnesota. In unsere Gebete schließen wir die unzähligen Kinder ein, die weltweit täglich getötet und verletzt werden. Bitten wir Gott, die Pandemie der Waffen, die unsere Welt infiziert, zu stoppen. Unsere Mutter Maria, die Königin des Friedens, helfe uns, die Prophezeiung Jesajas zu erfüllen, dass nämlich Schwerter zu Pflugscharen und Speere zu Sicheln werden (vgl. Jes 2,4).“

Tödliche Tragödie der Migranten

Ein weiterer Appell des neuen Papstes galt dann einem Thema, das auch seinen Vorgänger Franziskus, der im April verstorben ist, immer sehr umgetrieben hat, nämlich Flucht und Migration.

?Zutiefst schmerzt uns der Gedanke an die über fünfzig Toten und die etwa hundert Vermissten, zu denen es beim Schiffbruch eines mit Migranten beladenen Bootes vor der Atlantikküste Mauretaniens gekommen ist. Das Boot war auf einer 1.100 Kilometer langen Reise zu den Kanarischen Inseln. Diese tödliche Tragödie wiederholt sich täglich auf der ganzen Welt. Beten wir darum, dass der Herr uns als Einzelne und als Gesellschaft lehrt, sein Wort in die Tat umzusetzen: ?Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen‘ (vgl. Mt 25,35). Wir vertrauen alle Verletzten, Vermissten und Toten überall der liebevollen Umarmung unseres Erlösers an.“

  (ANSA)

Eine verlängerte Schöpfungszeit

Den Schluss-Akzent bei den Angelus-Appellen von diesem Sonntag setzte das Thema Umwelt und Bewahrung der Schöpfung. Die Christen begehen am 1. September ökumenisch den Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung.

?Vor zehn Jahren rief Papst Franziskus im Einvernehmen mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. diesen Tag (auch) für die katholische Kirche ins Leben. Er ist wichtiger und dringlicher denn je, und in diesem Jahr lautet sein Thema ?Samen des Friedens und der Hoffnung‘. Gemeinsam mit allen Christen feiern wir ihn und verlängern ihn während der ?Schöpfungszeit‘ bis zum 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franz von Assisi. Im Geiste des Sonnengesangs, den jener vor 800 Jahren verfasste, loben wir Gott und erneuern unsere Verpflichtung, sein Geschenk nicht zu zerstören, sondern für unser gemeinsames Zuhause zu sorgen.“

(vatican news)
 

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31. August 2025, 12:49